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Aus Secondhand wird erste Wahl

Wer denkt, der neuste Modetrend sei der Ugly Sneaker, hat noch nie von marko gehört. Dank dem rasant wachsenden Schweizer Online-Marktplatz trägt man heute Secondhand-Mode. Wie macht Co-Founder Alexander Sutter Nachhaltigkeit zur ersten Wahl? Mit viel Innovationskraft. Und der Post an seiner Seite.

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A wie Aromat und Anfang

«Angefangen hat alles mit einer Aromat-Dose», sagt Alexander Sutter, Co-Founder von marko.

Weshalb ausgerechnet Aromat? Eine berechtigte Frage. «Wir waren zu Hause und wollten die einzelnen Schritte beim Inserieren testen. Da stand eine Aromat-Dose auf dem Tisch», erklärt Alexander. Dass aus diesem Test mit einer Gewürzmischung eine der am schnellsten wachsenden Secondhand-Plattformen der Schweiz entstehen würde, erzählt er heute mit einem Schmunzeln. Für marko steht also eine Aromat-Dose am Anfang einer Geschichte, die bis heute weitergeht.

Bequem von zu Hause aus

«Viele Leute haben keinen Drucker mehr zu Hause. Dann hilft es nicht, wenn du ihnen einfach via PDF eine Etikette zum Ausdrucken schickst», sagt Alexander auf die Frage, wie Easy Shipping entstanden ist. Easy Shipping ist eine von marko gemeinsam mit der Post entwickelte Versandoption, mit der Verkäuferinnen und Verkäufer ihre Secondhand-Artikel unkompliziert an ihre Käuferinnen und Käufer verschicken können. Auch ohne Drucker.

Wie es funktioniert? Sobald der Kauf abgeschlossen ist, erstellt marko gemeinsam mit der Post nicht nur eine Versandetikette, sondern auch eine spezielle Laschenlösung, die nicht als PDF, sondern physisch per Post an die Verkäuferin oder den Verkäufer geschickt wird.

Diese wird am Paket befestigt und ragt gut sichtbar aus dem Milchkasten. So erkennt die Pöstlerin oder der Pöstler bei der Zustellung sofort, dass hier ein Paket zur Abholung bereitsteht, nimmt es mit und bringt es direkt zur Käuferin oder zum Käufer.

So wird aus dem eigenen Milchkasten ganz einfach eine Abholstation, und eine grosse Hürde beim Secondhand-Verkauf fällt weg.

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Noch bequemer von zu Hause aus

«Aber eine andere grosse Hürde im Secondhand war immer noch da: Ich muss die Sachen fotografieren und inserieren», so Alexander. «Das ist auch ein Zeitaufwand.»

Also setzten sich marko und die Post wieder zusammen. Im Co-Creation-Prozess entwickelten sie gemeinsam Ideen, testeten Lösungen und Prozesse und brachten sie schliesslich auf die Strasse.

So entstand nach Easy Shipping also auch EasySell. Dabei übernimmt marko das Inserieren für seine Verkäuferinnen und Verkäufer. Diese erhalten per Post eine EasySell-Versandtasche, füllen sie mit den Kleidungsstücken, die sie verkaufen möchten, und schicken sie ins marko-Lager. Dort prüft das marko-Team die Kleider, fotografiert sie und inseriert sie auf der Plattform.

«Damit fällt auch das Inserieren weg», sagt Alexander. Eine weitere Hürde beim Verkauf von Secondhand-Artikeln, die marko gemeinsam mit der Post aus dem Weg räumt.

Wer Neues wagt, braucht Partner, die Neues wagen. Einen solchen hat marko in der Post gefunden. «Die Post ist sehr offen für Innovationen», sagt Alexander. «Sie hat kleine Teams, die sich bestimmten Themen widmen. Dadurch kann man innerhalb dieses Riesenkonstrukts, das täglich mehrere Hunderttausend Pakete verschickt, sehr schnell agieren.»

So konnte EasySell gemeinsam mit der Post innerhalb von nur vier Monaten von der Idee zur Umsetzung gebracht werden. «Die grösste Herausforderung waren die EasySell-Versandtaschen», sagt Alexander. «Wie gross sollte die Tasche sein? Welches Material musste sie für die Logistik haben?» Gemeinsam testeten marko und die Post verschiedene Modelle, bis sie die richtige Lösung gefunden hatten.

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Nachhaltigkeit als Grundsatz

Neben Offenheit und Agilität war für marko bei der Wahl der richtigen Versandpartnerin noch etwas anderes entscheidend: der gemeinsame Anspruch an Nachhaltigkeit. Die Post verfolgt eigene Klima- und Nachhaltigkeitsziele und arbeitet daran, die Emissionen in Betrieb und Logistik schrittweise zu reduzieren.

Denn auch beim Secondhand-Shopping stellt sich die Frage nach dem Konsum. «Ein Kritikpunkt, den wir oft hören, ist: ‹Secondhand ist ja auch nicht nachhaltig, wenn du damit einfach noch mehr shoppst.›» Für marko ist deshalb wichtig, dass der gesamte Prozess so CO2-neutral wie möglich ist.

«Dass die Post die gleichen Ansprüche an Nachhaltigkeit hat wie wir, hilft der Sache.» Beispielsweise werden marko-Sendungen in die bestehende Logistik der Post integriert. Sowohl Easy Shipping als auch EasySell laufen über die bestehenden Zustellprozesse der Post. Dadurch entstehen keine zusätzlichen Fahrten. Es muss also nicht, wie Alexander sagt, «ein Dreieinhalb-Tönner extra ins Quartier fahren».

Von Aromat bis Nike

Dass die beiden Co-Founders etwas Grosses ins Rollen gebracht haben, merkt Alexander manchmal in ganz alltäglichen Momenten. «Wenn ich mit dem marko-Cap an der Kasse in der Migros stehe und Leute sagen: ‹Hey, bist du auch auf marko?›, dann sind das schon coole Momente.»

Das zeigen auch die Zahlen: Seit dem Launch im Jahr 2023 haben sich 400 000 Nutzerinnen und Nutzer auf marko registriert. Und das Sendungsvolumen pro Woche ist heute so gross wie zu Beginn in einem ganzen Jahr.

«Ich glaube, ausserhalb von marko selbst hat die Post einen der grössten Beiträge dazu geleistet, dass wir erfolgreich sein können. Auch durch ihre Offenheit, neue Logistiklösungen zu entwickeln», so Alexander.

Gerade wurde das zweimillionste Inserat aufgeschaltet: für Vintage-Nike-Shorts.

Zwischen dem Nike-Schuh und der Aromat-Dose liegen zwei Millionen Inserate, 400 000 Nutzerinnen und Nutzer und eine Partnerschaft mit der Post, die mit marko mitwächst und dazu noch viele gute Gründe für Secondhand liefert.

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